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 Hans-Jürgen Döring
Breite Unterstützung für Kommunalisierung der Grundschulhorte fehlt: SPD-Fraktion fordert sofortigen Stopp der Regierungspläne
Erfurt, 23.03.2005
Nach der heutigen Stellungnahme des Thüringischen Landkreistages zur geplanten Kommunalisierung der Grundschulhorte fordert Hans-Jürgen Döring, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, eine sofortige Abkehr der Landesregierung von ihrem Vorhaben. "Die Reaktion der Kommunen zeigt erneut, dass sich für eine Zerschlagung der Grundschulhorte in ihrer jetzigen bewährten Struktur keinerlei Unterstützung in der Bevölkerung findet", sagte Döring. Er erinnerte daran, dass dem Kultusministerium zehntausende von Protestunterschriften gegen die Regierungspläne vorlägen. Zudem hätten sich Elternverbände, Erziehergewerkschaften und politische Parteien zu einem breiten Bündnis zum Erhalt der Thüringer Grundschulhorte zusammengefunden. Selbst innerhalb der Thüringer CDU gebe es vielfach Kritik an der Hortkommunalisierung. Das habe sich erst vor kurzem bei den Regionalkonferenzen der Regierungspartei wieder gezeigt.

Döring betonte zudem, dass gegen die vom Kultusministerium zur Begründung des Kommunalisierungsvorhabens immer wieder ins Feld geführte Vernetzung unterschiedlicher Bildungsbereiche prinzipiell nichts einzuwenden sei. Er könne jedoch nicht nachvollziehen, warum im Zeichen verbesserter Bildungskooperation ausgerechnet die bereits bestehende, enge Verzahnung der Grundschulen mit ihren Schulhorten zerschlagen werden solle. "Wer den Vernetzungsgedanken ernst nimmt, muss die pädagogische Einheit von Grundschule und Schulhort bewahren und weiterentwickeln", sagte der Bildungsexperte. Dies habe nicht zuletzt die Enquetekommission "Erziehung und Bildung in Thüringen" gefordert, der seinerzeit auch der jetzige Kultusminister Goebel angehörte. Offenbar wolle sich der Minister aber nicht mehr an sein damaliges Votum als Kommissionsmitglied erinnern.

Franzisca Friedrich
Pressereferentin