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 Hans-Jürgen Döring
SPD-Politiker Döring sieht keinen „Elternwunsch“ bei geplanter Kommunalisierung der Horte: 70 000 Protestunterschriften
Erfurt, 01.02.2005
In seiner Kritik an der beabsichtigten Kommunalisierung der Grundschulhorte sieht sich Hans-Jürgen Döring, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, durch die anschwellende Protestwelle gegen die Regierungspläne bestärkt. Nach Medienberichten liegen inzwischen 70 000 Protestunterschriften gegen die Kommunalisierung vor, zudem hat vor wenigen Tagen auch der Landesschulbeirat einstimmig das Regierungsvorhaben abgelehnt. „Die Landesregierung begründet ihre Pläne ja gerne mit angeblichen Elternwünschen, die es zu erfüllen gelte“, sagte Döring. „Wenn Ministerpräsident Althaus den Elternwillen wirklich ernst nimmt, dann muss er angesichts der wachsenden Proteste gerade der betroffenen Eltern von der Zerschlagung der Grundschulhorte Abstand nehmen“, sagte Döring heute.

Zugleich erneuerte er seine Kritik an dem von der Landesregierung vorgelegten Konzept „Bildung und Betreuung von 2 bis 16“. Dabei handele es sich um ein reines „Abbaukonzept“, das nachträglich die ohnehin geplante Abschiebung der Horterzieher aus dem Landesdienst legitimieren solle. Rhetorisch verpackt werde diese Kernaussage des Konzepts in einen Wortschwall nebulöser und somit vielseitig interpretierbarer Begrifflichkeiten wie „gute Kooperation“, „Ganzheitlichkeit“ oder „Vielfalt“. „Ich kann die Thüringer Eltern, Lehrer und Horterzieher nur davor warnen, sich von einem derart wohlklingenden Getöse einlullen zu lassen“, sagte Döring. Letztlich gehe es der Landesregierung nur darum, die bewährte pädagogische Einheit von Grundschule und Schulhort zu zerschlagen und sich schrittweise aus der Finanzierung der Erzieherstellen zurückzuziehen. Döring rief daher alle Gegner der Kommunalisierung dazu auf, sich an der vom Bündnis zum Erhalt der Thüringer Grundschulhorte geplanten Demonstration am 25. Februar zu beteiligen.

Franzisca Friedrich
Pressereferentin