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 Christoph Matschie
Matschie fordert Umsteuern nach jüngster PISA-Studie: Gemeinsame Gespräche für Bildungsreform in Thüringen
Erfurt, 22.11.2004
„Thüringen braucht eine Bildungsreform“, sagte Christoph Matschie, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, am Montag in Erfurt und verwies auf das erneut schlechte Abschneiden deutscher Schüler beim zweiten PISA-Test. Die SPD-Fraktion biete der Thüringer Landesregierung an, sich auf der Basis der Empfehlungen der Enquetekommission „Bildung und Erziehung in Thüringen“ in gemeinsamen Gesprächen zügig auf Reformschritte in der Bildungspolitik zu verständigen.
Als Hauptursachen für das erneut schlechte Abschneiden der Bundesrepublik im internationalen PISA-Test nannte Matschie das frühe Sortieren der Schüler in die unterschiedlichen Bildungswege sowie die Zersplitterung des deutschen Bildungssystems. „In der Schule muss es mehr Möglichkeiten und Zeit geben, schwachen Schülern zu helfen und die begabten zu fördern“, sagte Matschie weiter.

Außerdem forderte er ein Umsteuern in der Finanzpolitik zugunsten von Bildung und Forschung. „Subventionen müssen radikal abgebaut werden, damit mehr Geld in die Zukunft des Nachwuchses, in dessen Bildung, fließt“, so Matschie. Das Beispiel Eigenheimzulage, deren Abschaffung am Votum des Bundesrates scheitert, verdeutliche, dass dringend für Bildung und Wissenschaft benötigte Fördermittel blockiert würden. Mit Blick auf den Thüringer Landeshaushalt sagte Matschie an die Adresse des thüringischen Ministerpräsidenten: „Althaus muss sich entscheiden, was ihm wichtiger ist: Weitere Eigenheim-Förderung oder Schulhorte und bessere Bildungsmöglichkeit für die Kinder?“, so Matschie.

Marion Wolf
Pressesprecherin