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 Birgit Pelke
Familienpolitikerin Pelke anlässlich des Internationen Kindertags: Landesregierung vernachlässigt frühkindliche Förderung
Erfurt, 29.05.2009
„Erfolgreiches Vorgehen gegen Kinderarmut setzt eine stärkere Teilhabe armer Kinder an Bildung voraus“, sagt Birgit Pelke. Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion fordert als ersten konkreten Schritt zur Hilfe für arme Kinder die kostenlose Essenversorgung in Kindergärten und Schulen.
Trotz konkreter Vorschläge von Sozial- und Jugendverbänden zur Initiative „Gemeinsames Soziales Wort zur Kinderarmut in Thüringen“ und zahlreicher parlamentarischer Anträge der SPD-Landtagsfraktion sei die Landesregierung weiter tatenlos. „Die Landesregierung lässt die Kinder im Stich“ – so das Fazit von Pelke.
Sowohl die Kindercard als auch die angekündigte Veränderung des Personalschlüssels in den Kindergärten seien bisher heiße Luft. Die mit viel Getöse verkündete Kindercard bringe keinerlei zusätzliche Leistungen für arme Kinder.
Im Bereich frühkindliche Förderung hinke Thüringen seit Jahren weit hinter dem bundesdeutschen Betreuungsschlüssel her. Pelke verweist auf den von Prof. Merten, Friedrich-Schiller-Universität Jena, im Auftrag der SPD-Fraktion erstellten Kindersozialbericht. Darin werde ein Personalbedarf an Thüringens Kindergärten von mindestens 2000 Erzieherinnen nachgewiesen. Bestätigt sieht sich Pelke in ihrer Forderung nach einer Personalaufstockung in der Kindergärten auch durch die aktuelle Expertise „Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung" der Alice-Salomon- Hochschule Berlin, die Thüringen als Schlusslicht bei der Personalausstattung der Kindergärten ausweise. In keinem Altersbereich erfülle Thüringen demnach die wissenschaftlichen Mindeststandards für Erzieherinnen pro Kind.

„Die Verweigerungshaltung der Thüringer Landesregierung zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern trifft insbesondere diejenigen, die aus armen Elternhäusern stammen“, beklagt Pelke.
Die SPD-Landtagsfraktion wird in die nächste Sitzung des Landtags einen Aktionsplan für gerechte Lebenschancen einbringen – abgestimmt mit den Verfassern des Gemeinsamen sozialen Wortes und den Kommunen. Dies sei der wiederholte Versuch, die Landesregierung endlich zum Handeln zu zwingen.


Marion Wolf
Pressesprecherin