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 Birgit Pelke
Details aus Opielka-Gutachten untermauern Forderungen von Familienvolksbegehren und Opposition: Kindertagesstätten dürfen nicht zu Verwahranstalten werden
Erfurt, 06.02.2009
Umgehende Maßnahmen der Landesregierung zur Entspannung der Situation in den Thüringer Kindertagesstätten fordert die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag. „Die Fakten sind erdrückend, ein Festhalten an der jetzigen Situation wäre verantwortungslos“, konstatiert SPD-Familienpolitikerin Birgit Pelke. Sie verweist auf heute in der Presse publizierte Details einer Untersuchung des Jenaer Wissenschaftlers Opielka, der die umstrittene Familienoffensive im Auftrag der CDU-Landesregierung unter die Lupe genommen hatte. „Opielkas Befunde dulden keinen weiteren Aufschub“, sagt Pelke.

So benenne Opielka schonungslos die größten Schwachstellen der stets als Erfolg verkauften CDU-Familienoffensive: den massiven Personalmangel in den Kitas, die fehlenden Vor- und Nachbereitungszeiten für die Erzieherinnen sowie die nicht gegebene Passgenauigkeit zwischen Thüringer Erziehungsgeld und Bundeserziehungsgeld. „Damit herrscht nahezu Deckungsgleichheit mit den lange bekannten Forderungen des Elternvolksbegehrens und der Opposition“, sagt Pelke mit Verweis auf Opielkas Untersuchung und seine Erkenntnisse. Die von Eltern und Opposition immer wieder formulierte Forderung von 2000 zusätzlichen Erzieherinnenstellen für die Thüringer Kitas sei deshalb nur konsequent.

Pelke forderte die CDU erneut auf, sich endlich aus der Deckung zu wagen und das Scheitern der eigenen Familienpolitik einzuräumen. „Weitere Verzögerungen wären verantwortungslos“, sagt die SPD-Familienpolitikerin und erinnert an den von der Opposition eingebrachten Gesetzentwurf des Elternvolksbegehrens. „Wir haben einen gangbaren Weg aufgezeigt, nun ist es Aufgabe von CDU-Fraktion und Landesregierung, ihn im Interesse von Kindern, Eltern und Erzieherinnen auch zu gehen“, sagt Pelke.


Franzisca Friedrich
Pressereferentin