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 Christoph Matschie
Matschie: Thüringer Kindergärten brauchen mehr Personal - CDU-Landesregierung versucht auf Zeit zu spielen
Erfurt, 13.06.2008
Eine gezielte Verzögerungstaktik unterstellt SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Matschie der CDU-Landesregierung mit Blick auf nötige Änderungen an der umstrittenen Familienoffensive. „Eine Untersuchung bzw. Evaluierung über die Folgen der so genannten Familienoffensive ändert nichts am Mangel an Erzieherinnen in unseren Kindertagesstätten“, sagt Matschie mit Verweis auf eine von der CDU-Landesregierung in Auftrag gegebene Studie über die Folgen der Familienoffensive. Der Personalmangel in den Einrichtungen sei längst offensichtlich. Dieser werde auch durch eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung sowie durch den Bildungsbericht der Kultusministerkonferenz belegt. Aus beiden Untersuchungen gehe hervor, dass Thüringen beim durchschnittlichen Personalschlüssel zu den Ländern mit den schlechtesten Werten zähle. „Mindestens 2000 Erzieherinnen sind nach Angaben des Volksbegehrens ‚Für eine bessere Familienpolitik in Thüringen’ nötig, um für spürbare Verbesserungen in den Kindertagesstätten zu sorgen“, so Matschie.

Er macht erneut deutlich, dass sich mit den Kürzungen der Landesregierung von mindestens 28 Millionen Euro im Jahr die Situation in den Kindergärten massiv verschlechtert habe: „Bei der Personalausstattung ist die Grenze der Belastbarkeit bei vielen Erzieherinnen erreicht - Abhilfe ist sofort angesagt.“ Die von den Vertretern des Volksbegehrens für eine bessere Familienpolitik eingeforderten 2000 Personalstellen seien angesichts der vorliegenden Erkenntnisse völlig realistisch. Kultusminister und Sozialministerin sollen sich nicht länger in vagen Ankündigungen ergehen, sondern endlich den offenkundigen Stellenbedarf akzeptieren. „Es reicht nicht aus, auf die Ergebnisse der Evaluation im nächsten Jahr zu warten. Die Landesregierung muss jetzt handeln und endlich ihre Familienoffensive abpfeifen“ fordert der Fraktionsvorsitzende.

Mit der Zustimmung zu dem von der Opposition vorgelegten Gesetzentwurf können die Landesregierung und die CDU schnell für die dringend erforderliche Personalausstattung in den Kindertagestätten sorgen. Im Interesse der Kinder und der Erzieherinnen sei keine weitere Zeit zu verlieren.

Franzisca Friedrich
Pressereferentin